Generalsanierung der Trauerhalle Bübingen und Errichtung eines Kolumbariums

Auf dem Bübinger Friedhof wurde die Trauerhalle saniert und ein neues Kolumbarium errichtet.

Sanierung der Trauerhalle Bübingen

Trauerhalle Bübingen Kolumbarium - Amt für Stadtgrün und Friedhöfe

Trauerhalle Bübingen Kolumbarium - Amt für Stadtgrün und Friedhöfe

Trauerhalle Bübingen Kolumbarium - Amt für Stadtgrün und Friedhöfe

Der schlechte Zustand der Gesamtanlage der bereits im Jahre 1951 erbauten und 1972 sanierten und erweiterten Trauerhalle des Friedhofs Bübingen in Saarbrücken waren Anlass für das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe, 2020 mit den Planungen einer erneuten Sanierung zu beginnen. Hierzu wurde das Architekturbüro Peter Alt mit der Umbauplanung samt Bauleitung betraut. Nach rund sechsmonatiger Bau- und Sanierungszeit kann nun die Trauerhalle eröffnet werden.

Die Sanierungsarbeiten erstreckten sich überwiegend auf die äußere Gebäudehülle und die Dächer. Darüber hinaus erneuerte die Landeshauptstadt Saarbrücken die in die Jahre gekommene Elektro- und Heizungsanlage und die WC-Bereiche. Für das Personal wurde eine neue Toilette eingebaut und aus den zwei öffentlichen Toiletten entstand eine barrierefreie Großraumtoilette. Ein stufenfreier Zugang ist nach Fertigstellung von der Ostseite der Halle mit entsprechender Rampe barrierefrei möglich.

Baudezernent Patrick Berberich teilt dazu mit: „Auch dem Wunsch nach Urnenwänden auf dem Friedhof Bübingen konnte im Zuge der Generalsanierung nachgekommen werden. Durch Rückbau der ehemaligen Kühlzellen und den Umbau des Schauraums konnte der entstandene Platz für die Realisierung eines Kolumbariums genutzt werden. Kolumbarien entstanden bereits zur Zeit der Römer. Heute bezeichnet man als Kolumbarium ein Gebäude oder einen Teil eines Gebäudes mit Urnenkammern zur Beisetzung von Urnen auf einem Friedhof.“

Das neu entstandene Kolumbarium bietet Platz für insgesamt 48 Urnenkammern, die jeweils mit maximal zwei Urnen belegt werden können. Der umlaufende Betonsockel bietet auch Platz zum Sitzen. Sockel und Urnenkammern sind aus Betonwerkstein mit einer wasserabweisenden Natursteinoberfläche. Die Verschlussplatten bestehen aus hellem Granit. Für den überdachten Eingangsbereich wurde der vorhandene Bodenbelag aus Naturstein wiederverwendet, das Kolumbarium selbst erhielt neue Bodenplatten.

Der Zugang zum Kolumbarium ist durch eine künstlerisch gestaltete Toranlage gewährleistet.

Als Akzent im Raum wurde eine Wand farbig gestaltet und mit eingebauten Beleuchtungsprofilen in Kreuzform betont. Die ausgewählte Wandfarbe orientiert sich an einer Farbgebung der bunten Glasfenster. Auch die geraden und runden Bleiverbindungen der vorhandenen Farbglasfenster spiegeln sich in den geraden Beleuchtungsprofilen auf der Wand und in den runden Deckenleuchten wider.